
1780 wird in Nienstedten der Grundstein für Gastlichkeit und Qualität gelegt: Der Zuckerbäcker Nikolaus Paridom Burmester erbt das Haus 401 an der Elbchaussee und beginnt damit, naschhafte Kunden mit wohlschmeckendem Backwerk zu versorgen. Zehn Jahre später wird dem leidenschaftlichen Zuckerbäcker seine Liebe zur Seefahrt zum Verhängnis: Die eigens für die Begrüßung vorbeiziehender Schiffe gebaute Böllerkanone kostet ihn bei einem tragischen Unfall das Leben.
Das vorzeitige Ende des Firmengründers bedeutet aber nicht das Ende des Hauses am Elbhang. Als der französische Landschaftsgärtner Daniel Louis Jacques an die Elbe emigriert, gilt seine Aufmerksamkeit bei weitem nicht nur der schönen Natur, sondern auch der Witwe Elisabeth Burmester und deren gut gehender Zuckerbäckerei. Der Franzose nennt sich nun auf gut Deutsch Jacob, kauft den Betrieb und heiratet 1791 die Dame des Hauses.
Im selben Jahr legt der gelernte Gärtner den Grundstein für die berühmte Lindenterrasse und bewirtet erstmals Gäste auf dem Elbhang. Der gebürtige Franzose und jetzt Gastwirt gewinnt viele Nienstedtener und ihre Familien als Stammgäste, bietet hochwertige Menüs à la carte an und entwickelt das Bankettgeschäft. Damit wird Jacob in seiner Wahlheimat Hamburg zum Begründer einer mehr als vier Generationen lang erfolgreichen Gastronomen-Dynastie.