
Die Familie Jacob arbeitet unermüdlich und mit viel Herzblut am Aufbau ihres Weinrestaurants und kann der jeweils nächsten Generation über viele Jahrzehnte hinweg ein fundiertes, gut laufendes Geschäft übergeben – trotz finanzieller Durststrecken in den Anfangsjahren. Die Nachfolger der Jacob-Dynastie profitieren dabei nicht zuletzt von den Leistungen ihres Firmengründers. So wird die Lindenterrasse als gärtnerisches Gesamtkunstwerk schon bald zum Markenzeichen des Hauses, das Ende des 19. Jahrhunderts schließlich auch zum Hotel avanciert.
Der Betrieb bleibt im Besitz der Familie Jacob, doch mit dem Tod von Louis Heinrich Jacob 1922 endet die Ära eines „leibhaftigen“ Jacob in der Geschäftsführung. 1925 widerlegen die neuen Pächter alle Gerüchte, dass aus dem „Jacob“ womöglich ein Massenlokal werden würde und gründen stattdessen die Louis Jacob GmbH in Nienstedten. Die gastronomische Legende am Elbufer lebt weiter, wächst und gedeiht: In den 1950er-Jahren tragen sich Weltstars wie Maria Callas, Zarah Leander und Hans Albers in das Gästebuch des Traditionshauses ein.
Doch in den 1970-er Jahren sind die Glanzzeiten langsam vorüber, und diverse Eigentümerwechsel fordern ihren Tribut. Die „gute alte Zeit“ endet schließlich mit der berüchtigten Versteigerung des Restaurantinventars – der Totalausverkauf trifft das „Jacob“ mitten ins Herz.